Notfalls den Stecker ziehen
Die künstlichen Intelligenzen (KI) werden immer besser und schneller und wir immer dümmer, weil wir unsere Kompetenzen an diese abgeben: Sprachen lernen, Wissen akkumulieren und anwenden, Komplexität mit Kreativität reduzieren, etc… alles Fähigkeiten, die wir Stück für Stück an die (KI) delegieren. Aber wir bekommen nichts zurück. Denn es ist ein einseitiger Informations- und Datenfluss. Die KI wird besser – wir werden im schlimmsten Fall dümmer. Das schafft kein Vertrauen. Daher ist ein Umdenken bei den Firmen, die künstliche Intelligenzen entwickeln und produzieren notwendig. Das Wissen, was die KI ansammelt und nutzt, sollte auch uns zur Verfügung stehen, so dass auch wir uns weiterentwickeln können.
Dazu meine Kolumne aus der Handelszeitung HZ-Kolumne Notfalls den Stecker ziehen
Schweiz: Crowd-Lending hebt ab
Es geht vorwärts in der Schweiz beim Thema Crowdfunding. Laut des neusten Crowdfunding Monitors der Hochschule Luzern kamen glatte 100 Mio Franken Zuwachs innerhalb eines Jahres zusammen. Wurde 2015 noch knapp 30 Mio. Franken mittels Crowdfunding-Projekten eingesammelt, so sind es 2016 schon 128 Mio Franken. Das ist ein Wachstum von 363%. Mehr als 100’000 Personen investierten in Projekte und dort mehrheitlich in Crowd-Investing und Crowd-Lending Themen. Bei beiden Formen dieses Crowdfundings bekommen die Unterstützer Zins oder Formen von Firmenbeteiligungen. Insbesondere der Crowd-Lending Bereich wuchs von 7,9 Mio auf 55,1 Mio Franken. Das ist eine beachtliche Steigerung, die laut Experten weiter wachsen wird, da etliche neue Anbieter inzwischen auf dem Schweizer Markt Fuss gefasst haben. So sind unter anderem Swisspeers, Lendico , Lend, Creditgate24, Cashare, Raizers und noch ein paar kleinere Anbieten, die Peer-to-Peer Lösungen anbieten. Etliche KMUs in der Schweiz konnten von Crowd-Lending Finanzierungen schon positiv profitieren. Aber ebenso die Kreditgeber, die mit Zinsen zwischen fünf bis acht Prozent belohnt wurden. (Grafik hslu.ch Crowdfunding Monitoring Schweiz 2017)
Weltrekord im Medien-Crowdfunding gebrochen
Es ist wahr geworden, das Projekt Republik von Constantin Seibt und Christof Moser haben mit ihrem Team innert 12 Stunden den Schweizer Rekord im Crowdfunding gebrochen und nach knapp 36 Stunden den Weltrekord in einem Crowdfunding-Projekt geknackt, das sich auf Journalismus fokussiert. Den Rekord für das grösste Medien-Crowdfunding hielt bis jetzt das holländische Projekt „De Correspondent“ mit 1,7 Mio Dollar inne. Die Kampagne „Republik“ läuft noch zwei Wochen. Wir dürfen gespannt sein, welche Summe zum Schluss in der Kasse ist.
Der aussergewöhnliche und nicht in diesem Mass erwartete Erfolg zeigt, dass unabhängiger Journalismus ein grosses Bedürfnis ist. Um diese Erwartungen zu erfüllen, versprechen die Initianten mit jedem weiteren Abonnement, ganz besonders aufwendige Recherchen zu finanzieren. Damit schieben sie zusätzliche Belohnungen nach, um die Crowd weiter zu mobilisieren. Das ist ein kluges Vorgehen und üblich bei sehr erfolgreichen Crowdfunding Kampagnen.
Für die Schweiz ist dieser Crowdfunding-Erfolg ein Meilenstein und wird Impulse in vielen Bereichen setzen. Etliche werden in Crowdfunding Kampagnen eine ernsthafte und sichere Finanzierungsmöglichkeit erkennen. Man könnte auch sagen, dass das Crowdfunding in der Schweiz endlich seinen Kinderschuhen entwachsen ist.
Dem Magazin Republik wünschen wir auf jeden Fall jetzt schon einen super Start und ein langes Gedeihen, damit unabhängiger, gründlich recherchierter und spannend geschriebener Journalismus aus der Schweiz wie ein publizistischer Leuchtturm in den gesamten deutschsprachigen Raum strahlt.
Riccarda Mecklenburg, Founder CrowdConsul.ch
www.3schibe.ch ist erfolgreich gestartet
Im Herbst 2016 startet Ralph Jordi auf der Crowdfunding Plattform „miteinander erfolgreich“ von der Basellandschaftlichen Kantonalbank sein Crowdfunding Projekt „3schibe.ch“. Jordi wollte eine webbasierte Plattform für nachbarschaftliche Dienstleistungen für das Laufental entwicklen lassen. Auf der Plattform können Interessierte Dienstleistungen gegen Geld oder gratis anbieten und gleichzeitig andere wiederum Dienstleistungen suchen. Wer seine Dienstleistungen umsonst anbietet, muss nichts bezahlen. Die anderen zahlen einen kleinen Beitrag. Das Crowdfunding war Anfang 2016 erfolgreich abgeschlossen und Jordi konnte mit CHF 15’000 mit der Umsetzung beginnen.
Am 1. Dezember 2016 startete nach gründlichen Testphasen die Plattform für Nachbarschaftshilfe . Die Nachbarschaftshilfe oder Dienstleistungen werden nach Kategorien sortiert und sind leicht bedienbar. Es macht Freude da drin zu suchen oder was anzubieten. Das ganze Projekt ist ein grosser Erfolg. Sogar das Radio SRF hat die Idee aufgenommen und darüber eine Reportage gemacht. Der CrowdConsul freut sich sehr über den Erfolg von Ralph Jordi’s 3schibe.ch
Crowdfunding Workshop mit Bürgerstiftungen
Der Verband Initiative Bürgerstiftungen feierte Ende September 2016 sein 20. Jubiläum. Anlässlich des Jubiläums wurden alle Stiftungen aus Deutschland nach Berlin eingeladen. Zum Feiern, aber auch um Weiterbildung anzubieten. Mehr als 60 Stiftungsräte entschieden sich für das Thema „Crowdfunding: Ein neues Finanzierungsmodell für Bürgerstiftungen?“ Diesen Workshop führte CrowdConsul erfolgreich durch. Innert zwei Stunden bekamen die Stiftungsräte die Grundlagen wie Crowdfunding für Stiftungen funktioniert, vermittelt. Die Begeisterung war gross, da man schnell erkannte, welches Potential für die stiftungseigenen Projekte möglich ist. Wir sind gespannt, welche Projekte die zahlreichen Bürgerstiftungen in Deutschland versuchen werden mittels einem Crowdfunding zu realisieren. Der CrowdConsul gratuliert der Initiative Bürgerstiftungen ganz herzlich zum gelungenen Jubiläum.
Crowdfunding ist kein Hexenwerk
Ein paar Gedanken zum Thema Crowdfunding für Bürgerstiftungen finden Sie hier in einem Interview von der Initiative Bürgerstiftung, Berlin mit mir.
https://www.buergerstiftungen.org/de/aktuelles/interviews.html
Neue Crowdfunding-Plattform für Künstler
In der Limmataler Zeitung ist ein spannender Beitrag über eine neue Crowdfunding-Plattform erschienen. Mit ein paar Clicks wird man zum Kunst-Mäzen.
